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Mtwapa...Huren, Dreck und immer Party

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by: mzungu
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Ein fast leeres Matatu bringt mich nach Mtwapa, einer Stadt, wo das Leben nie schläft. Ich steig am Casaurina, dem bekanntesten Hurentempel hier im Ort aus und genieße den Fußmarsch Richtung Malindi. Fliegende Händler bestürmen mich mit allem erdenklichen Zeugs, ich sehe die vielfältigsten Geschäfte wie Schumacher, Korbmacher oder die Frauen die ihre Früchte verkaufen wollen und dafür stundenlang in der Hitze ausharren. Am One Palms, einer afrikanischen Bar trifft mich fast eine leer Bierflasche. Ich sehe zwei Girls, wahrscheinlich noch oder schon wieder betrunken von der letzten Nacht. Ein ergrauter Mzungu, ich tippe mal, seiner Hautfarbe nach zu urteilen (purpurrot) Engländer, verlässt mit schnellen Schritten das Lokal. Was hat der wohl ausgefressen, dass die Girls mit leeren Flaschen nach ihm werfen? Ja, dass ist Mtwapa, dass afrikanische Flair was ich so liebe. Mit den hirnlosen Matatufahrern, die sich mit ihrem sinnlosen Gehupe gegenseitig übertreffen wollen, den Schaffnern die um Kunden buhlen, das Volk auf der Strasse, bunt gemischt in Religion und Garderobe. Dazwischen immer wieder kleinere Herden von Ziegen, die die Müllberge am Straßenrand nach Fressbaren durchforsten Vorm Little Chief treffe ich Joe mit einem Pilsner in der Hand. Er winkt mir zu, aber ich lüge und sage,… „ ich hab n’ Date, bin in Eile“ Auf sein Residenzgelaber hab ich jetzt wirklich keinen Bock. Er ruft nur… „he, Mzungu, heute Abend in Tembo-Disco, (größte Openairdisco an der Ostküste Afrikas unter deutscher Leitung) Dorcas ist spitz auf dich.“ Ich winke nur ab und biege wenig später zum Eaglesnest ab. Dort in der ersten Etage sitzen in der Früh oft Freunde von mir um das Straßenleben zu belästern. Aber es ist noch zu früh, außer ein paar Touristen ist noch keiner meiner Bekannten da. Ich zisch ein Cola und hau wieder ab. Will unbedingt mal wieder zu Mohammed und seiner kleinen Schlangenfarm. Er hat so ziemlich alles an Schlangen, was in Kenia am Boden kriecht. Und macht dazu eine super Führung, wo man die Tiere auch in die Hand nehmen kann. An der Kenol Tankstation pick ich mir ein Boda Boda (kleines Motorradtaxi) und fahre dahin. Es liegt ein wenig abseits im „ärmeren Teil“ Mtwapa’s. Leider ist nur sein alter Vater da. Er sagt mir, Mohammed sei an der Beach, „looking for business“, er verspricht mir, ihn anzurufen. Ich sag, ist okay, wenn er kommt findet er mich in der kleinen Afrokneipe um die Ecke, verdammt, hab doch tatsächlich den Namen vergessen. Ich bestelle dort ein Tusker, kann man ja im Urlaub am Vormittag mal machen. Indem ich warte, beobachte ich zwei Girls am Billardtisch, es ist ja sonst nichts los in dem Laden. Die eine ist ziemlich dicklich, also schon gar nicht mein Style, und vor der anderen warnt mich irgendwie meine innere Stimme. Sie ist sehr professionell und sexy gekleidet, ihr langes Humanhair lässt auf finanzielle Unabhängigkeit schließen. Aber ich habe doch keine Lust allein am Tisch zu sitzen, also wink ich sie herbei. Karen, die Dicke ist gleich bei mir, und sie fragt ganz unverblümt… „wen von uns beiden willst du denn ficken“ Ach Scheiße,  das kann ich jetzt nicht gebrauchen. Ich sag… „He, ich dachte ihr habt einen Drink nötig?“ Karen gibt Peggy, so stellt sie sich später vor, ein Zeichen und dann stöckelt die auch herbei. Ich bestelle zwei Cola und dann quatschen wir den üblichen Mist. Ich muss schnell feststellen, dass dies zwei Huren der Oberklasse sind. Spezialisiert auf Touristen, die das erste Mal nach Kenia kommen. Ihr Jagdrevier ist der Hafen, speziell die Disco Florida. Hab schon viel von dort gehört, hatte aber noch nie Gelegenheit gehabt, da mal hin zu gehen. Peggy meint nur… „komm doch heut abend mal vorbei, Samstag ab Mitternacht läuft immer ein cooles Showprogramm.“ Ich hab ja für den heutigen Abend noch nichts geplant. Sage nur,… mal sehen. Karen’s Handy bimmelt und ich spüre, dass es was wichtiges sein muss…? Sie spricht kurz zu Peggy, dann, ein kurzes bye in meine Richtung und schon düst sie mit ihrem dicken Hintern davon. Peggy meint, sie hat bisschen Stress mit ihrem Mzungu. Egal, ist nicht mein Problem, denke ich und frage Peggy was sie jetzt noch vorhat. Ich verspüre leicht Hunger und hätte Lust auf ne Gulaschsuppe bei Ruudi im Safari Inn. Mohammed kommt sicher nicht mehr. Peggy ist einverstanden und so ruf ich den Kellner zum zahlen. Natürlich kann der mir auf meinen Tausender wieder nicht wechseln und schickt jemanden aus der Küche zum Schein klein machen. Nach ca. 10 min ist der wieder zurück. Und ich bekomme 7 Hunderter zurück. Wir laufen die paar Schritte zur Malindiroad, wobei Peggy bei diesen Strassen in ihren High Heels keine sehr  gute Figur abgibt. Tja, wer schön sein will muss leiden, denke ich schmunzelnd. Ein Matatu ist schnell gefunden bis Shanzu und weiter die drei Kilometer mit dem Tuk Tuk nach Shanzu Village. Im Safri Inn läuft halt immer was, deswegen liebe ich auch den Laden und seine gute Küche.

 

über den Autor

Ich liebe Afrika und vor allem den Osten des Kontinents. Kenia, Tansania, Uganda da geht wie fast überall im Busch der Punk ab. Und wenn du Lust bekommst auf mehr schau einfach mal hier vorbei.

www.ninahmouse.de

 


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Bewertung: 3.80
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